Ja wie denn nun?

Samstag um 14 Uhr traf sich ein wieder mal prall gefüllter, wohl ausgewogener Bus am Ehrenreich Getränkecenter (die neue Abfahrtsposition sorgte schon vor dem eigentlichen Spiel bei Manchen für Blutdruckwallungen), um den „German Classico“ beizuwohnen. Trotz der kleinen, nachvollziehbaren Schwächephase in der Liga, war die Stimmung im Bus doch durchdrungen von dem Hochgefühl, als (in jedem Sinne) Rekordmeister, unseren Hauptrivalen der noch jungen 10er-Jahre eine weitere schmerzvolle Niederlage beizubringen.
So gestaltete sich auch die Anreise über die wohlbekannten Referenzpunkte als kurzweilige Fahrt.

Nach weiteren diversen Stärkungen an der Allgäuer-Brauhaus-Verpflegungsstation (einzig ein uns wohlbekannter Edel-Fan hielt sich an seinen unverzollt eingeschmuggelten Alco-Pops fest), bezogen wir unsere Plätze im Oberrang, wo eine wahre Baroons-Zweigniederlassung eröffnet wurde.

Die Freude ob des Spiels der Spiele in Deutschland währte allerdings gerade mal bis zum Führungstreffer der armenischen Torchancenvernichtungsmaschine. Das eben dieser Spieler in den CL Spielen noch als REAL´s bester Spieler beschrieben wurde, war ja schon fast ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass es heute nichts mit bajuwarischen Jubelstürmen werden sollte. So kam es nicht nur dank einer unglaublichen gelb-schwarzen Leistung, sondern noch mehr aufgrund einer indiskutablen Bayern-Performance zu einem Gleichstand, was die 2 Saisonspiele anbelangt.

Ausdruck der verstörten Fan-Gemeinde war unter anderem auch der schon kurz nach Schlusspfiff sich füllende Fanbus. Vor allem Vorstandsmitglied Hubbe und Edelfan Matze waren für den Rest der Fahrt für keinerlei Aufmunterungsversuche mehr zu haben.

Die im Bus und darauffolgend auch in den Medien folgenden Diskussionen, ob diese Niederlage nun nur allzu menschlich, oder der Beginn eines „Titelalptraums“ war, kann bis heute nicht geklärt werden. Spätestens dann, wenn wir wieder mit allen drei Pokalen vom Rathaus jubeln, wird aber auch diese (zugegebenermaßen) schmerzliche Niederlage vergessen sein.

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