FC Bayern Münche – Hertha BSC Berlin

Ein Spitzenspiel durfte man im Vorfeld das Treffen Bayern München gegen Hertha BSC Berlin zwar nennen, Spitze waren aber an diesem Abend nur die Hausherren. Dabei mussten sich die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt verausgaben, um klar und sicher mit 3:0 gegen die Hauptstädter zu gewinnen.

Im Neunsitzer-Bus mit Bams als souveränem Fahrzeuglenker, ging es am Nachmittag los und entgegen mancher Befürchtung kamen wir problemlos durch den Feierabendverkehr am Stadion an. Von Beginn weg zogen die Münchner ihr sicheres Passspiel auf und die Berliner hatten nicht den Hauch einer Chance. Nach 16 Minuten war es dann so weit. Frank Ribéry narrte die Hertha-Hintermannschaft und schob den Ball über die Linie zum 1:0. Allerdings hätten sich die 75.000 Fans in der ausverkauften Arena gewünscht, dass die Überlegenheit im Spiel zu mehr Toren geführt hätte. Aber in der Folge wurde mehr in die Breite gespielt und zu selten steil, um die Führung deutlicher auszubauen. Die Außenverteidiger Alaba und Lahm konnten sich immer wieder als Flügelstürmer betätigen, machten aber aus ihren Freiheiten relativ wenig. Allerdings waren die Herthaner zu harmlos, um die Bayern ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein einziger gefährlicher Angriff in Halbzeit eins endete mit einem Schuss über das Tor, so dass Manuel Neuer absolut beschäftigungslos blieb.

Nach der Pause das gleiche Bild. Es glich eher einem Trainingsspiel als einem Spitzentreffen der Bundesliga. Hertha konnte nicht und die Bayern mühten sich. Mehr zunächst nicht. Erst ein grober Schnitzer des brasilianischen Abwehrspielers Allan in den Reihen von Hertha BSC brachte in der 68. Minute das 2:0. Thiago luchste ihm im Berliner Strafraum den Ball ab und vollendete problemlos. Damit war das Spiel natürlich entschieden und wäre sicher bis zum Ende dahingeplätschert, wenn nicht der in der 65. Minute eingewechselte Arjen Robben sieben Minuten später mit einem seiner typischen Links-Schlenzer den Endstand hergestellt hätte. Robben, der vom Publikum begeistert empfangen wurde, meldete sich damit nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurück.

Ein einziger zu haltender Ball für Neuer in der zweiten Halbzeit bewies eindrucksvoll, wie schwach die Hertha auftrat. Oder, wenn man es positiv sehen will, wie wenig die Bayern an diesem Abend zugelassen haben. Dennoch werden die kommenden Spiele eine Steigerung benötigen, denn nicht alle Gegner werden so kampflos das Feld räumen.

Trotzdem waren wir alle zufrieden ob der drei Punkte und der verteidigten Tabellenführung. Das Tippspiel im Bus hatte Kubo für sich entschieden. Glücklich natürlich, denn bei einer solchen Überlegenheit und gefühlten 90 % Ballbesitz hätten eigentlich deutlich mehr Tore fallen müssen. Es war durchaus der eine oder andere an Bord, der ein deutlicheres Ergebnis getippt hatte.

Schnell und sicher brachte uns Bams dann schon unerwartet früh wieder zurück nach Kempten. Herzlichen Dank dafür.

Und immer wieder ist es schön, mit den Red Baroons auf Fahrt zu gehen …